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Letzte Änderung:
17.01.2018
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"Nebel im August" - Lesung von Robert Domes mit musikalischer Umrahmung des Klezmer-Ensembles Mesinke.

Am 19. März 2017 liest der aus Oxenbronn stammende Autor Robert Domes in Ichenhausen aus seinem preisgekrönten Roman "Nebel im August". Der gleichnamige Film läuft seit Ende September 2016 im Kino. Musikalisch umrahmt wird die Lesung von der kleinen Besetzung des Klezmer-Ensembles Mesinke aus Krumbach. Beginn der Veranstaltung ist im 19 Uhr im Bay. Schulmuseum Ichenhausen. Karten gibt es im Vorverkauf beim Bürgerbüro im Rathaus Ichenhausen.

 

"Nebel im August" ist ein biografischer Roman über einen Jungen, der 1929 als Kind fahrender Händler in Augsburg geboren wurde. Seine Familie gerät 1933 ins Visier der Nazi-Bürokratie. Mit knapp vier Jahren wird Ernst Lossa aus der Familie gerissen. Er wächst in einem Waisenhaus auf, wo er sich zu einem schwer erziehbaren Jungen entwickelt, der stiehlt, lügt und die erzwungene Ordnung immer wieder stört. Mit zehn Jahren schieben ihn die Nonnen in ein nationalsozialistisches Erziehungsheim ab. Doch auch dort ordnet sich Ernst nicht unter. Eine Gutachterin stempelt ihn als „asozialen Psychopathen“ ab. Nach zwei Jahren weisen ihn die Erzieher in ein Irrenhaus ein, obwohl der Junge weder behindert noch geisteskrank ist. Dort wird er im August 1944 im Alter von knapp 15 Jahren mit einer Überdosis Morphium umgebracht.

 

Die Biografie eines Euthanasie-Opfers, noch dazu eines Mitglied des fahrenden Volkes, der Jenischen, zu schreiben, erforderte für Robert Domes einen erheblichen Rechercheaufwand. Den Anstoß dazu gab vor fünf Jahren Dr. Michael von Cranach, damals Ärztlicher Direktor des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren. Er hatte bereits erste Recherchen angestellt, weil er den Fall Lossa für sein Buch "Psychiatrie im Nationalsozialismus" (Oldenbourg Verlag 1999) verwendete.

 

Robert Domes, der bis 2001 die Lokalredaktion Kaufbeuren der Allgäuer Zeitung leitete, recherchierte für das Buch mehrere Jahre in Archiven, an Originalschauplätzen und sprach mit Zeitzeugen. Er las vor zahlreichen Schulklassen und bei Literaturveranstaltungen in ganz Deutschland.

Für den Roman erhielt Domes den Marion-Samuel-Preis der "Stiftung Erinnerung". Der jenische Bund in Deutschland hat den Autor mit seiner ersten Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet. Zudem wurde der Roman für den Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2009 nominiert - eine der wichtigsten Auszeichnungen für deutschsprachige Kinder- und Jugendbücher. Der gleichnamige Kinofilm von Kai Wessel läuft seit Ende September 2016 in den Kinos. Er wurde mit dem Bayerischen Filmpreis 2016 und dem Friedenspreis des Deutschen Films 2016 ausgezeichnet.

 

Domes     Mesike

 

PRESSESTIMMEN

 

"Domes ist in seiner Darstellung spürbar bemüht, keinen Widerstandshelden aus Ernst Lossa zu machen, sondern ihn zu beschreiben, als das, was er war: ein außergewöhnlich tapferer und im Übrigen ganz normaler Junge. Den Fakten folgend und nur die Lücken der Überlieferung mit den Mitteln der Vorstellungskraft füllend, beschreibt Domes das Leben Ernst Lossas mit großer Vorsicht und noch größerem Einfühlungsvermögen."

 

Wieland Freund in der WELT am 6. März 2008

 

 

"Ein 350-seitiger biografischer Roman, der dank der einfühlsamen Sprache Domes' Ernst Lossa wieder lebendig werden lässt."

"besonders eindringlich"

 

Klaus-Peter Mayr in der AUGSBURGER ALLGEMEINEN

 

"Robert Domes erzählt die Geschichte aus der Perspektive des Jungen, in einer einfachen, schnörkellosen Sprache. Er beschreibt sein Leben im Verborgenen, das Leid der Patienten, die von der Außenwelt abgeschottet wurden."

 

Katrin Teschner in der BRAUNSCHWEIGER ZEITUNG

 

 

Bilder: Domes Quelle: privat

Mesinke Quelle: privat

 

Rückfragen für die Presse:

Thilo Jörgl

Reuteweg 3

86381 Krumbach

Tel. 016096666931

 

 

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